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Neujahrswort 2014

erstellt am: 29.12.13 | von: Michael Wolf

 

 

Liebe Altenburgerinnen, liebe Altenburger,

 

das Jahr 2013 geht zu Ende und es ist wieder an der Zeit ein Fazit über die Ereignisse eines abwechslungsreichen Jahres zu ziehen und unsere Gedanken für ein hoffentlich erfolgreiches Jahr 2014 zu bündeln.Mitteldeutschland ist wieder ein wenig mehr zusammengerückt. Der vitalste Wirtschaftsraum im Osten Deutschlands hat beste Chancen an alte Traditionen anzuknüpfen und sich zu einem der Wachstumsmotoren in Deutschland zu entwickeln. Die Inbetriebnahme des Citytunnels in Leipzig mit einem S-Bahnnetz, welches die gesamte Region verkehrstechnisch hervorragend vernetzt, wird unseren Wirtschaftsraum weiter voranbringen. Mobilität und Innovation

sind wesentliche Voraussetzungen für Wachstum und Wirtschaftskraft. Und wir im Altenburger Land sind mittendrinn in dieser Region. Ergreifen wir die Chance und werfen wir den Ballast der Vergangenheit als wirtschaftsschwacher Landkreis ab. Unsere Zukunft kann nur durch ein näheres Heranrücken an den Großraum Leipzig positiv gestaltet werden. Dafür müssen wir die Barrieren, welche durch eine Landesgrenze zwischen Sachsen und Thüringen aufgetürmt wurden, durchlässiger machen. Wir Altenburger müssen uns öffnen für Modernität und globale Vernetzung. Sicherlich bestehen unsere Stärken in einer einzigartigen Geschichte, die auf Schritt und Tritt in unserer an Denkmalen und historischen Zeugen so reichen Stadt immer besser erlebbar werden. Natürlich haben wir eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft, die im Vergleich zu anderen Städten unserer Größe in Deutschland einzigartig ist. Selbstverständlich leben wir unsere Traditionen und wuchern mit den Alleinstellungsmerkmalen des Altenburger Landes und seines Zentrums, der fast 1040-jährigen Stadt Altenburg. Die Bürger dieser Stadt waren in der Vergangenheit schon so oft Pioniere neuer innovativer Bewegungen und Entwicklungen. Dieses weitsichtige Handeln hat Altenburg immer stark gemacht. Diesen Zeitgeist müssen wir uns wieder aneignen und uns von Nostalgie, Bewahrungsmentalität und kleinkarierten Denkweisen befreien. Altenburg braucht einen großen Sprung, weg vom provinzialen Kleingeist mancher Zeitgenossen, hin zu einer weltoffenen, innovativen und modernen Bürgerschaft, die zuerst die Chancen sieht und nicht die Risiken und Ängste im Umfeld von Veränderung und Entwicklung. Wir müssen bei uns selbst anfangen, um gemeinsam in die richtige Richtung zu marschieren und uns nicht gegenseitig blockieren. Wenn die kommunalen Finanzen immer knapper werden, müssen wir den Blick für das Wichtige haben und dafür unsere Kräfte bündeln. Es ist falsch jedem Bürger alles zu versprechen, wie es manche Kommunalpolitiker in Altenburg jetzt vor den Kommunalwahlen wieder zelebrieren, anstelle auf die Wachstumsfelder einer Stadt zu setzen. Und was sind unsere Wachstumsfelder? Sie liegen in einer unternehmerfreundlichen Wirtschaftskultur, die geprägt ist von Flexibilität, Mobilität und Toleranz. Wir müssen uns als Dienstleister begreifen und nicht als Verwalter. Wer in Altenburg investieren will soll grünes Licht und damit freie Fahrt auf allen Ebenen erhalten. Altenburg muss ein Inbegriff für Familienfreundlichkeit sein. Eine hervorragende Kindertagesstättenbetreuung, eine lebendige und moderne Schullandschaft, gebührenfreie und zeitgemäße Sportstätten und eine gut geförderte Vereinslandschaft sollen unser Markenzeichen sein.

Alle Maßnahmen in Wirtschaft, Kultur, Tourismus und Infrastruktur, die uns enger mit dem Großraum Leipzig verbinden, müssen Priorität vor anderen Maßnahmen haben. Wir können Wohnort und Freizeitoase mit kleinstädtischem Charme für unser Oberzentrum Leipzig werden, wenn wir in neue Eigenheimstandorte, die historische Altstadt, unsere touristischen Markenzeichen Schlosskomplex, Rote Spitzen und eine familienfreundliche Freizeitlandschaft, zum Beispiel am Großen Teich, investieren.

Dafür müssen wir an anderer Stelle konsequent sparen und uns von manch liebgewordenem Privileg oder nicht mehr bewahrenswerten Dingen trennen.
Für diesen Weg brauchen wir engagierte Altenburgerinnen und Altenburger, die bereit sind, sich einzubringen, neue Wege zu gehen und sich nicht von jedem Gegenwind beeinflussen lassen.

Erklären wir das Jahr 2014 zu einem Aufbruchjahr, in welchem wir aufeinander zugehen und gemeinsam die richtigen Akzente setzen. Öffnen wir den Verantwortungsträgern in Erfurt die Augen, welch interessante und zukunftsfähige Region die Thüringer mit Altenburg und dem Altenburger Land eigentlich haben und das es sich lohnt gerade hier zu investieren. Entwickeln wir Stolz auf unsere Heimat, auf unsere Erfolge und erklären wir den Schlechtrednern und Pessimisten den Kampf. Es ist niemals zu spät auf einen fahrenden Zug aufzuspringen, der uns wieder Wachstum und Stärke anstelle von Schrumpfung und Schwäche bringt. Dafür müssen wir uns alle aber endlich viel intensiver den modernen und innovativen Entwicklungen öffnen. Dafür müssen wir eine Willkommenskultur für junge Menschen mit ihren unangepassten, globalen Denkweisen entwickeln. Dafür dürfen wir nicht an jedem Vorhandenem festhalten. Altbundespräsident Heinemann formulierte es auf sehr treffende Art und Weise: ,, Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ Lassen wir es nicht so weit kommen und haben wir Mut zur Veränderung. Beginnen wir gleich im neuen Jahr 2014!

 

Ihr Michael Wolf

 

Oberbürgermeister der Stadt Altenburg

 

 

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